Kulturkombinat Kamp e.V. & Bunker Ulmenwall präs.:
Konzert: JAGA JAZZIST (Norwegen)
Freitag 26.2.2010
Einlass: 20:00 Uhr
Beginn: 21:00 Uhr

Die Frage nach bekannten Bands aus Norwegen ruft dem erprobten Musikhörer sofort Motorpsycho ins Gedächtnis. Doch in Kürze dürfte sofort danach „Jaga Jazzist“ genannt werden. Nicht verwunderlich ist, dass Motorpsycho Gitarrist Matthias Eick auch Mitglied von Jaga Jazzist ist und hier neben seinen Soloprojekten, einer progressiven Form des Jazz frönt.

 

Jaga Jazzist verbinden moderne Elemente des Jazz mit Elektronik und (Prog-)Rock – ihre Platten sind auf dem Coldcut-Label Ninja Tune beheimatet, das nicht nur für musikalische Kreativität, sondern auch für Tanzbarkeit steht. Und darum geht es Lars Hornthveth, Songschreiber und Gründer von Jaga Jazzist. Seit 1994 verfolgt er das Ziel verschiedenste Einflüsse in seine Musik zu integrieren. Gern genannte Einflüsse wie Charles Mingus, Tortoise, Neptunes, Isotope 217, Sci-Fi Braziliana und Fela Kuti können nur einen kleinen Anhaltsunkt geben, worum es sich in der Musik von Jaga Jazzist dreht.

 

Jaga Jazzist versteht der Hörer noch besser als grandioses Live-Erlebnis. Das neunköpfige Ensemble versammelt neben den klassischen Instrumenten Schlagzeug, Bass, Gitarre noch Vibraphon, Trompete, Keyboard, Kontrabass, Tuba, Klarinette und Saxophon – das alles reicht für einen spektakulären Live-Sound.

 

Im Kamp stellen sie ihren neuen Tonträger „One Armed Bandit“ (Ninja Tune/2010) vor, der den Fokus nicht mehr so sehr in „Jazz meets Electronics“ richtet, sondern eher in die von der Band selbstbenannte Maxime „Wagner meets Fela Kuti“ weist. Erwartet werden darf darüber hinaus die bekannte vielseitige Ausrichtung, von denen die Alben „A Livingroom Hush“ und „The Stix“ zuvor schon gezeugt haben und ihnen Nennungen in die Plattenbestenlisten des jeweiligen Jahres eingebracht haben.

 

Wer die polyrhytmischen Ergüsse der Band richtig genießen möchte, sollte nicht vergessen ein paar Ersatzbeine mitzubringen, es sei denn der erschöpfte Tanz auf Händen ist eine bevorzugte Alternative.

Fotogalerie:
26-02-2010

 


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